Unsere Durchführungswege

Im weiteren Verlauf möchten wir Ihnen unsere Leistungen und deren Durchführungswege erläutern. Bitte wählen Sie hierzu eine der unten stehenden Themenschwerpunkte aus unserem Leistungsportfolio aus.

 

  1. Unterstützungskasse
    Eine Unterstützungskasse ist eine rechtlich selbständige Versorgungseinrichtung eines oder mehrerer Unternehmen, zumeist in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Die Zahlungen an die Unterstützungskasse werden vom Arbeitgeber geleistet. Entweder direkt von ihm selbst oder durch Entgeltumwandlung. Bei Insolvenz des Arbeitgebers sind die Anwartschaften der Arbeitnehmer über den Pensions-Sicherungs-Verein geschützt, an den der Arbeitgeber Beiträge abzuführen hat.

    Im Besonderen sei an dieser Stelle auch auf die Erfahrung und Kompetenz des DUK Versorgungswerk e.V. bei der Ablösung öffentlich-rechtlicher Zusatzversorgung hingewiesen. Auf Basis von Leistungsplänen bis hin zu tarifierten Lösungen werden die Mitarbeiter in der Versorgungszusage so gestellt, als wenn sie weiter in der öffentlich-rechtlichen Zusatzversorgung angemeldet wären.

    Auszugsweise sind einige Mitgliedsunternehmen genannt, bei denen der DUK Versorgungswerk e.V. tarifvertraglich begründete Umstellungen begleitet, unterstützt und vollzogen hat.
    – Städtisches Klinikum Görlitz gGmbH
    – Klinikum Burgendlandkreis GmbH
    – Unfallkrankenhaus Berlin
    – Thüringen-Kliniken Georgius-Agricola
    – Universitätsmedizin Greifswald
    – etc.

  2. Pensionskasse
    Pensionskassen sind rechtlich selbständige Unternehmen. Sie werden von einem oder mehreren Unternehmen getragen und sind aufsichtsrechtlich Versicherungen. Den Arbeitnehmern und deren Hinterbliebenen gewähren sie einen Rechtsanspruch auf die zugesagten Leistungen. Die Finanzierung erfolgt über Zuwendungen der Trägerunternehmen (Arbeitgeber) und aus Vermögenserträgen. Wie andere Versicherungen unterliegen sie der staatlichen Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

    Beiträge an eine Pensionskasse sind gemäß § 3 Nr. 63 EStG p.a. bis 8 % der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung steuerfrei. Sozialversicherungsfrei können die Beiträge bis 4 % p.a. der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung angespart werden.

  3. Pensionsfonds
    Beim Pensionsfonds handelt es sich um einen rechtlich selbständigen Versorgungsträger, der den Arbeitnehmern einen Rechtsanspruch auf die zugesagten Leistungen einräumt. Pensionsfonds unterliegen nicht den strengen Restriktionen der herkömmlichen Lebens- und Rentenversicherungen. Sie dürfen ihr Vermögen auch am Aktienmarkt anlegen, um dessen Renditechancen besser nutzen zu können. Aufgrund der starken Kursschwankungen ergeben sich allerdings höhere Risiken.

    Beiträge an einen Pensionsfonds sind wie bei der Pensionskasse gemäß § 3 Nr. 63 EStG p.a. bis 8 % der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung steuerfrei. Sozialversicherungsfrei können die Beiträge bis 4 % p.a. der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung angespart werden.

    Die DUK Pensionsfondsversorgung bietet auch die Möglichkeit, bestehende Versorgungsverpflichtungen aus Direktzusage oder Unterstützungskasse zu übertragen. Dies ermöglicht eine liquiditätsschonende Auslagerung von Pensionsrückstellungen nach § 3 Nr. 66 EStG und kommt den unterschiedlichen Beweggründen der Unternehmen nach.

  4. Direktversicherung
    Eine weit verbreitete Form der betrieblichen Altersversorgung ist die Direktversicherung. Bei diesem Durchführungsweg schließt der Arbeitgeber per Einzel- oder Gruppenvertrag eine Versicherung für seine Arbeitnehmer ab. Versicherungsnehmer und Beitragszahler ist somit der Arbeitgeber. Begünstigter ist der Arbeitnehmer. Die Beiträge sind für den Arbeitgeber sofort abzugsfähige Betriebsausgaben. Häufig werden die Beiträge auch durch den Arbeitnehmer im Wege der Entgeltumwandlung getragen.

    Direktversicherungen werden nach den Neuregelungen des Alterseinkünftegesetzes ab 2005 ebenfalls in die Steuerfreiheit gem. § 3 Nr. 63 EStG einbezogen. Für Neuverträge ab dem 01.01.2005 entfällt die Möglichkeit der Lohnsteuerpauschalierung, während für Altverträge ein Wahlrecht besteht, welches der Arbeitnehmer bis zum 30.06.2005 ausüben konnte. Auf diese Weise konnte sich der Arbeitnehmer die ggf. bisher bestehenden Vorteile sichern. Beiträge in eine Direktversicherung sind gemäß § 3 Nr. 63 EStG p.a. bis 8 % der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung steuerfrei. Sozialversicherungsfrei können die Beiträge bis 4 % p.a. der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung eingespart werden.

  5. Riesterförderung
    Die Riester-Rente ist eine durch staatliche Zulagen (Grundzulage/Kinderzulage) oder Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten geförderte, privat finanzierte Altersvorsorge.
    Der Gesetzgeber hat beschlossen, ab dem 1. Januar 2018 die Grundzulage um über 13,5 % von 154 € pro Jahr auf 175 Euro pro Jahr zu erhöhen. Es wird die volle Zulage von nunmehr 175 € gewährt, wenn mind. 4 % der Einkünfte (max. 2.100 Euro abzüglich Zulage) pro Jahr in den Riester-Vertrag einzahlt werden. Für jedes Kind, das nach dem 31.12.2007 geboren wurde, erhält der Sparer zusätzlich noch eine Kinderzulage in Höhe von 300 € pro Jahr und Kind (für davor geborene Kinder 185 € pro Jahr). Für eine Person mit zwei Kindern, die 20 Jahre in einen Riester-Vertrag einzahlt, summieren sich allein die Zulagen durch den Staat auf 15.500 €. Zuzüglich der eingezahlten Eigenbeiträge erhöht dieses Finanzpolster die zur Verfügung stehenden Einkünfte entsprechend. Darüber hinaus kann der Steuerpflichtige in der Einkommensteuererklärung die Eigenbeiträge (zuzüglich der zunächst erhaltenen Zulage) als Sonderausgaben bis max. 2.100 Euro geltend machen, was sich – je nach Einkommensverhältnissen – als noch günstiger im Vergleich zur bloßen Zulage erweisen kann. Die Differenz zwischen der steuerlichen Auswirkung des Sonderausgabenabzugs und der erhaltenen Zulage bekommt der Riester-Sparer dann von seiner Einkommensteuer abgezogen.
    Die Versorgungsleistungen aus Riester-Renten werden ab 2018 in der Kranken- und Pflegeversicherung beitragsfrei gestellt, die Steuerpflicht bleibt jedoch unverdändert bestehen.
    Durch die Schaffung eines neuen Freibetrags in der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung werden Riester-Renten bei der Berechnung der Grundsicherungsleistungen nicht mehr voll angerechnet. Es wird ein Grundfreibetrag in Höhe von 100 Euro monatlich für die Bezieher dieser Leistungen gewährt. Ist die Riester-Rente höher als 100 Euro, ist der übersteigende Betrag zu 30% anrechnungsfrei.

Weitere Informationen anfordern unter info@duk.de